Leckeres im Herbst
Im Herbst hat es ein Schreiber von Artikeln und Beiträgen zu Sport und Ernährung ein wenig leichter als im restlichen Jahr. Die neblige Jahreszeit bringt nämlich jede Menge Veränderungen mit sich, über die genug Wichtiges zu sagen ist. Nicht nur dass die Temperaturen deutlich sinken, warum die meisten Menschen häufiger warme Getränke zu sich nehmen, die Herbstmarathonläufe zum letzten Mal die große Läuferschar locken oder die Kaufhäuser sich innerhalb weniger Tage in Weihnachtsmärkte verwandeln, sogar die Landschaft um uns herum sieht anders aus. Viel Neues gibt es auch über die herbstliche Ernährung zu berichten, die im Herbst einen besonders variantenreichen Einkaufskorb füllen kann.
Das Herbstkennzeichen schlechthin sind wahrscheinlich die Trauben und deren Saft. Weil sich auch unter sportlichen Menschen Weinliebhaber finden, die ein gutes Glas zu schätzen wissen, freuen sich einige von ihnen jedes Jahr im Herbst über den weinähnlichen Sturm, der sich fast immer als eine willkommene Abwechslung anbietet. Gern lässt man sich, wenn es draußen kalt ist, zu einem Glas Sturm bzw. Federweißer überreden, das die Kehle so angenehm und süß hinunterläuft und wohlige Wärme verbreitet. Häufig bleibt es aber nicht bei nur einem Glas, schließlich hat der Sturm ja nur wenig Alkoholgehalt. Wenige Stunden später stellt sich der üppige Konsum allerdings in vielen Fällen als trügerisch heraus. Zwar ist man kaum jemals berauscht, im Magen jedoch gurgelt und drückt es, dass einem Angst und Bang werden könnte. Sei also gewarnt, falls du vorhast, Sturm zu trinken und sieh dich vor, denn ein stürmischer Darm ist kein Vergnügen.
In den Herbstmonaten begegnen wir auch den Kastaniensammlern, die ihre schweren Säcke zufrieden nach Hause schleppen. In Stadtwäldern und Parks in ausreichenden Mengen zu finden, zählt ihre Beute, die Kastanie zu den Laub werfenden Buchengewächsen. Das Holz der Bäume wird im Übrigen aufgrund seiner Witterungsfestigkeit gern zu Zäunen sowie Eisenbahnschwellen verarbeitet und sehr geschätzt. Während die Früchte der so genannten „Rosskastanie“ nicht genießbar sind, tragen Kastanien-Bäume die allerorts bekannten Maronen, die sich in grünlich schimmernden, sehr stacheligen Hüllen verstecken. Die leckeren Maroni können gekocht aber auch geröstet werden. Dabei verwandelt sich die in den Früchten enthaltene Stärke in Zucker, wodurch die Maronen ihren unvergleichbaren Geschmack erhalten. Sie enthalten im Übrigen viele Proteine, Mineralstoffe und Vitamine, leider auch nicht gerade wenig Kalorien.
Der Herbst kann an manchen Tagen auch ein sehr kaltes Gesicht zeigen. Dann sitzen die meisten Leute gern in ihren frischgeheizten Wohnungen und richten sich wohlig warm ein, denn es gibt kaum etwas besseres, als einen heißen, honigsüßen Herbst-Tee, der dich von innen her erwärmt und für die bald noch kälteren Tage stärkt. Herbsttee enthält Johanniskraut und Hopfen für die Entspannung, Hagebutte für die Frische, Huflattich für die geplagten Atemwege und Lindenblüten um dich an den weichen Sommer der Linden zu erinnern. Darüber hinaus beugt er Erkältungen vor bzw. vertreibt sie, wenn sie schon ausgebrochen sind.
Sei also nicht verstimmt, wenn es draußen regnet und stürmt, die Herbstzeit hat auch jede Menge Vorteile und bringt viel Gutes. Warmer Tee, Sturm und heiße Maronen sind es allemal wert, ein wenig zu frieren und nass zu werden.
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
Intersport Zone








