Der Start ins Wintertraining

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Testsieger go!-coach gibt Tipps für das Training im Dezember.
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Die meisten Läuferinnen und Läufer haben den November als sogenannte „Über-gangsperiode“ genutzt. Es war die Trainingsphase mit den geringsten Umfängen und den lockersten Trainingswochen des Jahres. Die Pulsuhr blieb im Schrank, und trainiert wurde nach „Lust und Laune“. Und ganz sicher ist die eine oder andere Einheit der allgemeinen Trainingsmüdigkeit und/oder suboptimalen Wetterbedingungen zum Opfer gefallen - und das ganz ohne schlechtes Gewissen. Die Pause war schließlich wohlverdient. Was passiert nun im Dezember?

Gehen wir einmal davon aus, dass die Wehwehchen der vergangenen Saison vollständig behoben sind, und die Trainingslust wieder da ist. Das Wetter wird wohl meist recht durchwachsen sein, was uns aber sicher nicht daran hindert, den Blick fest auf die nächste Saison zu richten. Schließlich soll diese noch besser werden als die vergangene. Die Monate Dezember, Januar und Februar werden wir nutzen, um uns eine ordentliche Ausdauergrundlage zuzulegen. Genau – Sie ahnen es. Lang und langsam. Aber da wir gerade aus der Übergangsperiode kommen, wollen wir es noch nicht übertreiben. „Lang und langsam“ hört sich zwar nach Marathonvorbereitung an, hat damit aber zur Zeit überhaupt nichts zu tun. Lang und langsam soll lediglich die Relation zu den vergangenen Trainingswochen der Übergangsperiode verdeutlichen. Es darf also wieder etwas mehr werden. Wer den November als Übergangsperiode genutzt hat, kann Ende Dezember schon wieder relativ gut im Training stehen. Die Wochenumfänge liegen noch deutlich unter denen der direkten Wettkampfvorbereitung, und die Intensität bleibt noch niedrig.

Wer einen sinnvollen Saisonaufbau anstrebt, wird seinen Bestzeiten bei Winterlaufserien noch weit hinterher laufen. Andererseits sind es oft gerade diese Veranstaltungen, die auch bei schlechtem Wetter die Trainingsmotivation hochhalten. Wen es also wettkampfmäßig in die hoffentlich verschneite Winterlandschaft zieht, der sollte diese Wettkämpfe ohne allzu großen sportlichen Ehrgeiz bestreiten. Neue Bestzeiten kommen später. Diese Wettkämpfe sollen hauptsächlich Spaß machen und ein wenig Wettkampfatmosphäre bringen. Aber auch das ist schließlich schon eine ganze Menge. Auch als „Standortbestimmung“ sind Winterserien nur sehr bedingt geeignet. Schließlich wissen wir, dass die Form (noch) nicht sehr gut sein kann. Da brauchen wir uns nichts zu beweisen.

Wie sollte die go! – coach Formkurve aussehen? Am Ende der Übergangsperiode und möglicherweise bis Mitte Dezember darf sich die Formkurve noch nach unten bewegen. Gegenüber dem Form-Jahreshoch darf es insgesamt durchaus zu einer Verschlechterung der Form um bis zu 15 % kommen. Schließlich wurde das Formhoch höchstwahrscheinlich unter optimalen Trainings- und Wetterbedingungen erreicht. Und zur Zeit bedeutet schon die zusätzliche Bekleidung ein kleines Handicap, welches sich auf die Formzeit natürlich ungünstig auswirkt. Die Formkurve ist übrigens Bestandteil der go! – coach Trainingsplanung und steht unseren Kunden kostenlos zur Verfügung.

Wie sieht das Training im Dezember aus? Das Training besteht hauptsächlich aus längeren, relativ wenig intensiven Trainingseinheiten. Auch der Trainingsumfang pro Woche braucht noch kein individuell hohes Niveau zu erreichen. Eventuelle Wettkämpfe dienen nur als Motivationshilfe und Standortbestimmung gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Winter ist nicht die Zeit neuer persönlicher Bestzeiten. Die werden erst im Frühjahr wieder angestrebt. Sie werden sehen, auch diese relativ lockeren Trainingseinheiten werden Ihre Form schon wieder deutlich verbessern, vorausgesetzt, Sie haben die letzten Wochen wirklich nur wenig und regenerativ trainiert, ganz so wie es sein soll.

Der Autor Andreas Oschmann ist der Erfinder der erfolgreichen Trainingsberatung www.go-coach.com. In der Triathlon – Spezialausgabe 1/2005 wurde www.go–coach.com übrigens zum Testsieger „online–coaching“ gekürt.

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