Dem Regen getrotzt
Der Himmel blieb grau bei der ersten Auflage des KOMEN Race for the Cure in Köln. Doch das konnte den 1.579 Läufern und Walkern nicht die Stimmung verhageln. „Der Regen kann uns mal“ brachte es Sylvia aus Mönchengladbach auf den Punkt, und ihre Mitstreiterinnen pflichteten ihr bei: „Wir laufen für die gute Sache – egal, ob es regnet oder die Sonne scheint. Die "gute Sache", das ist die Aufklärung über und Heilung von Brustkrebs, die der Race for the Cure voranbringen möchte – und das nicht nur in Köln. Auch in Frankfurt und Hamburg sowie in vielen Städten der Welt gehen Jahr für Jahr Menschen auf die Strecke, um dafür zu sorgen, dass Brustkrebs seinen Schrecken verliert. Hinter dem Lauf in Köln steht der Verein KOMEN Deutschland, der seit 1999 mit verschiedenen Kampagnen, Projekten und Events Frauen über Brustkrebs aufklärt und Betroffene unterstützt.
So wie Bianca Knop, die im März 2012 mit 38 Jahren die Diagnose Brustkrebs erhielt und noch vier Tage vor dem Lauf in Köln eine von zahlreichen Chemotherapien hinter sich gebracht hatte. „Im Brustzentrum bekam ich die ‚Pink-Infotasche’ von Komen mit vielen wertvollen Informationen über Brustkrebs“, so Bianca Knop. Als sie dann nach anderen Betroffenen gesucht habe, um sich auszutauschen, sei sie wieder auf Komen und den Race for the Cure gestoßen. „Da wusste ich auf einmal: Ich will bei dem Lauf mitmachen.“ Gesagt, getan! Am 16. Juni walkte Bianca Knop als „Survivor“ zwei Kilometer – trotz Regen, trotz der Anstrengung, die ein solcher Walk für einen durch Chemotherapie geschwächten Körper bedeutet.
Viele andere, Betroffene und Gesunde, walkten ebenfalls zwei oder liefen fünf Kilometer beim 1. Race for the Cure in Köln. Im Ziel angekommen sah man nur glückliche Gesichter. Hand in Hand, Huckepack, winkend oder die Arme in Siegerpose zum Himmel gestreckt – am Ende war es einfach ein tolles Gefühl, angekommen zu sein. Ein buntes Bühnenprogramm, durch das die Radio Köln-Moderatorin Claudia Barbonus führte, begleitete die Läufer und Walker. „Ein sensationeller Auftakt“ fasste am Ende Komen-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Ute-Susann Albert den 1. Race for the Cure in Köln zusammen und rief Teilnehmern und Publikum zu: „Das war erst der Anfang, 2013 kommt der Race for the Cure wieder nach Köln.“ Vielleicht lacht ja dann auch die Sonne.
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